Pfandkredit

Was ist ein Pfandkredit:

Der Pfandkredit ist ein Darlehen (Kredit) der nur auf die Sicherheit des hinterlegten Pfandes beruht. Der Pfandleiher hat nach Erhalt des Pfandes einen Pfandschein auszustellen. Dieser enthält Angaben über Aufbewahrung und Verwertung des Pfandes, über die Zinsen und Kosten des Pfandkredits sowie die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Pfandleihe. Jedes Pfand wird mit der auf dem Pfandschein angegebenen Nummer versehen. Der Pfandleiher muss mindestens einen Monat nach Ablauf der Darlehensfälligkeit verstreichen lassen, bevor er das nicht ausgelöste Pfand anderweitig verwertet, also zum Beispiel versteigert. Überschüsse aus der Verwertung, abzüglich Zinsen und Gebühren, erhält der Kreditnehmer.

Die Berechtigung des Pfandleihers umfasst die Gewährung eines Kredites gegen die Übergabe beweglicher Wertgegenstände. Auch bestimmte Wertpapiere (Inhaberpapiere) können als Pfand angenommen werden. Der Kreditnehmer muss daher keine weiteren Sicherheiten vorweisen noch eine Bonitätsauskunft oder Selbstauskunft einreichen. Zur Feststellung der notwendigen Daten muss der Verpfänder sich mit einem amtlichen Ausweis, wie Führerschein, Reisepass oder Personalausweis, ausweisen. Der Pfandkredit ist damit wesentlich unbürokratischer erhältlich als ein herkömmlicher Kredit bei einer Bank. Mahnungen, Gerichtsebscheide und Anwaltsbriefe gibt es beim Pfandkredit keine.

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